Reine Handarbeit
Wir stricken unser Leben.
Manche wählen ein kompliziertes Muster, andere ein schlichtes.
Es ist ein buntes Maschenwerk oder ein Stück in tristen Farben.
Nicht immer können wir die Farbe selber wählen;
und auch die Qualität der Wolle wechselt,
mal weiß und wolkenflauschig,
mal kratzig und hart.
Die einen stricken liebevoll und sorgsam,
andere mühevoll und ungern.
Und so manchmal schmeißt einer das Strickzeug in die Ecke.
Und öfters lässt du eine Masche fallen,
oder sie fällt ohne dein Zutun.
Du hast die Nadeln in der Hand!
Du kannst das Muster wechseln, die Technik oder das Werkzeug.
Nur aufribbelnkannst du nicht ein klitzekleines Stück.
Von Kristiane Allert-Wybranietz aus dem Buch
„Trotz alledem“
Erschienen 1980
im amp Verlag Lucy Körner,
Fellbach
Okay ich habe noch nicht geribbelt, aber ins Eck habe ich den Lady-Sweater schon geworfen!!!
1 Kommentar:
Hallo Beate!
Ich danke dir für das tolle Gedicht. Es spricht es die Gefühle eines Strickerhez wieder. Danke das ich es lesen durfte.
Liebe grüße Sandra
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